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Auch das Turmportal der Pauli-Kirche ist ein Kükelhausentwurf. Die Feinheiten und die rhythmische Struktur erschließen sich erst der genauen Betrachtung: Die Kassettenaufteilung bzw. die Rahmenfügung ist leicht asymmetrisch angelegt. Variationen finden sich bei der Abmessung der Felder und auch bei den Kehlungen. Auffallend schön ist der bronzene Griff der Tür.

 

paulikirche_skizze_turm1© Bildarchiv der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur

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Noch im Soester Nachlass vorhandene Entwurfszeichnungen zeigen nicht nur sehr gut die ursprüngliche Gestaltungsidee von Hugo Kükelhaus für dieses Portal, sondern sie verdeutlichen auch seine Arbeitsweise und seine Verwurzelung im Tischlerhandwerk mit seinen Bearbeitungs- und damit auch Gestaltungsmöglichkeiten. So hat er die Tür bis ins kleinste Detail geplant und die Zeichnungen mit Handlungsanweisungen versehen wie „Urwüchsige Spiegeleiche mit Ammoniakdämpfen geräuchert (nicht gebeizt !)“ oder „Profile nicht mit der Maschine gefräst, sondern von Hand gekehlt, Holz gehobelt , nicht unter Schleifband.“

 

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