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"Leben ist ein fortwährendes Üben." (Hugo Kükelhaus)

 

1900: geboren am 24. März in Essen; Vater: Hugo Kükelhaus sen., Schriftsteller, mittelständischer Wirtschaftspolitiker, Mitorganisator der beruflichen Selbstverwaltungskörper des deutschen Handwerks; Mutter: Marie Kükelhaus, geb. Hovestadt; Schwestern Freya und Hiltrud, Brüder Heinz und Hermann: beide Schriftsteller

 

1919: Abitur, danach Lehr- und Wanderjahre als Bau- und Möbelschreiner

 

1925: Meisterprüfung im Schreinerhandwerk
Studium in Heidelberg, Münster, Königsberg. Schwerpunkte: Soziologie, Philosophie, Mathematik (Logik), Physiologie

 

1930: Heirat mit Emilie, geb. Scharpenack (1898 - 1986) aus Kettwig/Ruhr; Sohn Friedrich, Tochter Barbara verh. Vogel 

 

seit 1930: Innenarchitekt in Bochum (Fa. Dickerhoff). Beginn freier gestalterischer Arbeit und journalistisch-schriftstellerischer Tätigkeit

 


1931: nach dem Tod des Vaters Übernahme der Fachzeitschrift Das Tischlergewerk, als Herausgeber und Schriftleiter für diese mit Unterbrechnungen bis 1943 tätig. Von 1948 bis 1956 freier Mitarbeiter der Zeitschrift

 

1934: Umzug nach Caputh bei Potsdam

 

seit 1934: Mitarbeiter des Alfred Metzner Verlages, Berlin, als Herausgeber der Reihen Schriften zur deutschen Handwerkskunst (1935ff.) und Die deutsche Warenkunde (1939ff., Informationsdienst über vorbildlich gestaltete handwerkliche und industrielle Gebrauchsgüter) und als Autor: Urzahl und Gebärde (1934) und Werde Tischler (1936). Vorträge, Schulungen, Organisation von Ausstellungen. Zusammenarbeit mit dem "Kunstdienst" und dem "Deutschen Handwerks-Institut" (Berlin)

 

1939: Herstellung des Spielzeug Allbedeut (später auch "Greiflinge" genannt), eines Sortiments von Holzspielzeugen für Kleinstkinder

 

1939-1945: Soldat, zeitweise freigestellt zur handwerklichen Schulung und Rehabilitation körperbehinderter Verwundeter. Mitglied des Widerstandskreises um Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg

 

1940 - 1941: durch von der Schulenburg Landeshandwerkspfleger von Schlesien in Breslau 

 

1948: Übersiedlung nach Westdeutschland 

 

1949-1954: Wohnung in Wamel am Möhnesee (Haus und Grafikwerkstatt Kätelhön)

 

1950-1953: Lehrtätigkeit an der Werkschule Münster. Bildgeschichten vom Träumling (1951/1952) und Das Wort des Johannes (1953). Ausbau einer ehemaligen Fachwerkscheune im Soester Bergenthalpark (Das Unbezahlbare Haus)

 

1954: Umzug nach Soest, 

 

seit 1954: ausschließlich freiberufliche Tätigkeit als Schriftsteller (Anthropologie, Kulturkritik, Architektur, Sinnesphysiologie und -therapie, Pädagogik) und bildender Künstler (Zeichnung, Plastik, Glaskunst u.v.m.).
Mitarbeit bei der innenarchitektonischen Ausstattung von zahlreichen Kirchen und öffentlichen Gebäuden, besonders im Ruhrgebiet und im Münsterland; umfangreiche Vortrags- und Seminartätigkeit

 

1957: künstlerische Gestaltung und Innenausstattung der  Ev. Erlöserkirche in Essen einschließlich der gesamten Farbglasfenster

 

seit ca. 1960: Intensivierung der theoretisch und experimentell durchgeführten Untersuchungen über die Sinnesprozesse. Entwicklung des naturkundlichen Spielwerkes

 


1966: Stahlwand im Foyer des Stadttheaters Dortmund (mit Fritz Kühn)

 

1967: Beteiligung an der Weltausstellung in Montreal mit 12 Spiel- und Erfahrungsgeräten des naturkundlichen Spielwerkes sowie an der 2. internationalen Schulausstellung in Dortmund

 

1973: Prägung des Begriffes "Unmenschliche Architektur". In der Folge Beratung und künstlerische Mitarbeit im Sinne einer "organgesetzlichen" Architektur beim Bau von Schulen, Kindergärten, Industriebetrieben; u.a. ab 1975 in mehreren Werken der Fa. Schweisfurth (HERTA KG), 1980/1981 beim Schulheim Rodtegg/Luzern für körperbehinderte Kinder (Architekt: Otto Schärli), 1980 bei der Neugestaltung des Schulhofs des Archigymnasium in Soest

 

1975: Erste Präsentation des Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne bei der Internationalen Handwerksausstellung EXEMPLA in München. Danach Wanderausstellung des Erfahrungsfeldes in zahlreichen Städten Deutschlands und der Schweiz

 

1977: Gründung des Arbeitskreises für eine organgesetzliche Lebensgestaltung Organismus und Technik e.V. in Deutschland und in der Schweiz

 

1982: Buchprojekt Entfaltung der Sinne gemeinsam mit Rudolf zur Lippe 

 

1978: Konrad-von-Soest-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe für sein Lebenswerk

 

1982-1984: Planung und Bau Haus Graubner in Herrischried (Südschwarzwald) mit Wolfram Graubner

 

1984: gestorben am 5. Oktober in Herrischried; Grabstätte in Mustin bei Ratzeburg, dem Wohnort seiner Tochter

 

 Lebenslauf mit Bildern llbild

 

"Hugo Kükelhaus (1900 - 1984) - Skizzen seines Lebens"
- Auszug aus dem Buch:
"Erfahrungsfelder zur Entfaltung der Sinne" -
(Mit freundlicher Genehmigung des Wolkentor-Verlages)

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