Wandmalerei im Sonderschulheim Rodtegg - Mutterschwein mit säugenden Ferkeln Über die bisher angesprochenen Bereiche hinaus arbeitete Hugo Kükelhaus gestalterisch und künstlerisch in vielfältiger Form: als Entwerfer von Möbeln, als lllustrator (z.B. von handwerklichen Herstellungsverfahren) und Grafiker, als Bildhauer, als Zeichner und Verfasser von Bildgeschichten und Parabeln (Träumling u.a.). Viele seiner Arbeiten sind architekturgebunden: Farbgestaltung, Farbglasfensterentwürfe , Sgraffitos und Wandmalereien, die er auch selbst ausführte, sowie Bauplastiken. Weiterhin forschte er über Goethe, setzte sich mit grundlegenden Fragen handwerklicher Formgebung auseinander und schrieb philosophische Essays. Einen starken Eindruck von seinem umfassenden gestalterischen Impetus vermitteln seine kalligraphischen, vielfach illustrierten Briefe und Buchmanuskripte sowie auch die Einrichtung seines Wohnhauses in Soest.

Trotz aller Vielfältigkeit standen seine Tätigkeiten immer in Korrespondenz miteinander. Kükelhaus war 'disziplin-los' im besten Sinne des Wortes: Er verschrieb sich keiner Fachrichtung, akzeptierte keine Schranken des Denkens und stellte Verbindungen zwischen den verschiedensten Disziplinen her.Buchcover Dederich Markus: In den Ordnungen des Leibes - Zur Anthropologie und Pädagogik von Hugo Kükelhaus

So reicht die Bandbreite der Rezeption heute von der wissenschaftlichen Auseinandersetzung unterschiedlichster Fachrichtungen mit seinem Werk über die praktische Umsetzung in pädagogischen Einrichtungen und Experimentier-Museen bis hin zu Annäherungen aus anthroposophischer und sogar esoterischer Perspektive.

 

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