archivNach dem Tod von Hugo Kükelhaus haben seine Erben der Stadt Soest den umfangreichen Nachlass geschenkt, der in den ehemaligen Arbeitsräumen des Künstlers zurückgeblieben ist. Er umfasst die Bibliothek, die schriftstellerische und bildnerische Hinterlassenschaft, die Korrespondenzen sowie zahlreiche persönliche Dokumente und Sammlungen.


Der Nachlassbestand wurde von 1988 bis 1993 durch die Arbeitsstelle Kükelhaus des Stadtarchivs Soest erschlossen. Auf Grund der hier zugänglichen Quellen stellt Soest für die Beschäftigung mit Leben und Werk von Hugo Kükelhaus ein wichtiges Zentrum dar.
Träger der Nachlassbetreuung ist seit 1993 die Hugo Kükelhaus Gesellschaft, die in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und den Erben von Hugo Kükelhaus die vertraglich fixierten Aufgaben von der Stadt Soest übernommen hat.

Nachlassbestand

Schriftstellerisches Werk: Manuskripte veröffentlichter und unveröffentlichter Bücher und Aufsätze (ca. 100 unveröffentlichte Manuskripte, darunter etliche umfangreiche Buchmanuskripte) samt Vorarbeiten, Manuskripte von Vorträgen, Hörfunksendungen, Gedichten usw.

Gestalterisches Werk: Zeichnungen, Aquarelle, Drucke; Entwürfe der Bildgeschichten und Werkhefte; Entwürfe und Konstruktionszeichnungen zum Erfahrungfeld sowie zu gestalterischen und innenarchitektonischen Arbeiten samt Korrespondenz u.ä. dazu

Sachkonvolute zu den Ausstellungen des Erfahrungsfeldes, Seminaren und sonstigen Projekten von oder mit Kükelhaus

Dokumente und Materialien zu Leben und Werk, z.B. autobiographische Aufzeichnungen, Terminkalender, Rezensionen und Zeitungsartikel, Fotos, Ton- und Filmdokumente

Korrespondenzen: Briefkonvolute von ca. 350 Personen und Institutionen, darunter umfangreiche Korrespondenzen sowie Autographen bekannter Zeitgenossen (z.B. Eduard Spranger, Peter Suhrkamp, Ernst Meister, Hans Schwippert, Josef Pieper, Robert Jungk, Otto Bartning, Fritz Dietloff von der Schulenburg, Axel von dem Bussche, Ewald Mataré, Karlfried Graf Dürckheim, Martin Wagenschein, Hartmut von Hentig); darüber hinaus zahlreiche Einzelbriefe;

Briefe von Kükelhaus selbst (Fotokopien oder Durchschriften)

Sammlungen: Manuskripte und Veröffentlichungen (ohne Bücher) von Freunden und anderen Personen; künstlerische Werke anderer; Fotos; Zeitungs- und Zeitschriftenausschnittsammlung;

Teilnachlässe seines Vaters und seiner beiden Brüder, Heinz Kükelhaus und Hermann Kükelhaus, die ebenfalls schriftstellerisch tätig waren.

Angereicherter Nachlass: v.a. Briefe von Hugo Kükelhaus.

Bibliothek (ca. 3000 Titel) und Zeitschriftensammlung.

Möbel. Nachlassergänzung und -sicherung


Die sogenannte Anreicherung des Nachlasses betrifft in erster Linie die von Kükelhaus verschickten Briefe, die aufgrund ihrer Bedeutung als Quellen von wichtigeren Korrespondenzpartnern zurückerbeten werden, aber auch Entwurfszeichnungen, die bei den ausführenden Werkstätten verblieben sind, künstlerische Arbeiten oder Originalmanuskripte, die er verschenkt hat u.ä.
Bisher wurden dem Kükelhaus-Archiv bereits von zahlreichen Personen und Institutionen Briefe und sonstige Unterlagen z.T. großen Umfangs zur Verfügung gestellt. Auch Möbel wurden bereits übernommen (so z.B. aus der von Kükelhaus eingerichteten Werksbücherei der Firma Schmöle, Menden).
Zur Sicherung des von Kükelhaus Geschaffenen gehört auch, seine gestalterischen Arbeiten andernorts vor der Zerstörung bewahren zu helfen. Dies geschieht indem bei den Eigentümern um Pflege und Erhalt der Dinge nachgesucht wird (z.B. bisher im Falle der Erlöserkirche Essen, dem Borromaeum Münster und dem Rathaus Vreden). Diese Bemühungen um den Erhalt des Überlieferten müssen weiterhin intensiviert werden. Auch ist eine Fotodokumentation verstreuter gestalterischer Werke notwendig.

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